Thomas Heinicke, Ingolf Todte

Saatgänse in Deutschland - neue Entwicklungen

Laufendes Forschungsprojekt

Artikelnummer: FA260101

 Downloadartikel
Nach Kauf steht der Link 7 Tage zur Verfügung

1,99 *

* inkl. gesetzlicher MwSt

Thomas Heinicke, Ingolf Todte
Saatgänse in Deutschland - neue Entwicklungen
Laufendes Forschungsprojekt

Artikelnummer: FA260101

Nordische Gänse, mit diesem Begriff werden traditionell Saat- und Blässgänse zusammenfassend bezeichnet, sind Zugvögel und verbringen in großen Schwärmen den Herbst und Winter in Deutschland. Die größten Vorkommen gibt es in Nordwest- und Ostdeutschland. Sie treffen in Deutschland ab Anfang Oktober in großen Anzahlen ein und verlassen uns Ende März wieder. Im Osten Deutschlands arbeiten Forscher seit den 1970er-Jahren speziell an Saatgänsen, von denen mit Wald- und Tundrasaatgänsen zwei verschiedene Arten auftreten. Während der Bestand der Waldsaatgans in Deutschland, beschränkt auf Überwinterungsgebiete in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, in den letzten zwei Jahrzehnten stark abgenommen hat und sich erst in den letzten Jahren eine leichte Bestandserholung abzeichnet, ist die Tundrasaatgans weitaus häufiger und kann in allen großen Gänserastgebieten in Deutschland regelmäßig als Durchzügler und Wintergast angetroffen werden. Das Zugverhalten der Gänse unterliegt einem steten Wandel, wobei insbesondere Änderungen in der Landnutzung, die Entstehung neuer Schlafgewässer unter anderem durch die Flutung ehemaliger Braunkohletagebaue, die Entstehung neuer Seen durch Kiestagebaue sowie durch zahlreiche Renaturierungsgebiete eine wesentliche Rolle spielen. Daneben reagieren auch die Gänse immer stärker auf klimatische Änderungen, unter anderem durch Verkürzung von Zugwegen. Die jahrzehntelangen Untersuchungen im Rahmen verschiedener Beringungsprojekte, ab 2008 ergänzt durch die Besenderung von Gänsen, bieten hervorragende Möglichkeiten, den Wandel im Zugverhalten eingehend zu untersuchen.

Zurück