Jens Schöller

Vogelkartierungen: Bioakustik

Gamechanger im Dornröschenschlaf

Artikelnummer: FA260401

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Jens Schöller
Vogelkartierungen: Bioakustik
Gamechanger im Dornröschenschlaf

Artikelnummer: FA260401

Besuche von Vogelbeobachtungs-Hotspots werden meist mit vielen und oft auch seltenen Beobachtungen belohnt. Manch seltener Vogel wird sogar mehrmals täglich von verschiedenen Beobachtern gemeldet. Andere Gebiete in Deutschland werden dagegen selten oder gar nicht von Ornithologen aufgesucht. Aber gibt es abseits von Hotspots tatsächlich so wenig Arten zu entdecken, wie der Blick in die Portale vermuten lässt? Auch bei ADEBAR, Wintervogelatlas oder beim Blick in das Ornitho-Regioportal fallen unberührte Quadranten auf. Selbst Informationen zu häufigen Arten können in solchen Regionen fehlen. Probleme bereiten auch schwer zu fassende Arten wie Eulen, Haselhuhn oder Waldschnepfe. Auch in Datenbanken der Behörden existieren große Lücken bei den Erfassungen. Zum einen in bestimmten Regionen, zum anderen bei bestimmten Arten. Dabei wären flächendeckende Erfassungen in Anbetracht des aktuellen Flächenverbrauchs heute überaus wichtig, auch mit Blick auf die Energiewende, wo große Gebiete für Wind- und Solarparks ausgewiesen und Artvorkommen sehr kleinräumig belegt werden müssen. Nach den letzten Gesetzesänderungen werden Vorhabensträger in Zukunft von der Verpflichtung zu einer vorausgehenden speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP) innerhalb ausgewiesener Vorranggebiete entbunden. Artvorkommen werden somit im Vorfeld nicht erfasst und mögliche Veränderungen im Artenspektrum werden nicht erkannt, da Ausgangsdaten fehlen. In all diesen Fällen könnte der Einsatz autonomer Audiorekorder einen Beitrag leisten, Lücken zu schließen.

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