Hans-Valentin Bastian, Stefanie Venske
Wo Biber wirken, wächst die Vogelwelt
Chance für die Natur, Konfliktpotenzial für den Menschen
Wo Biber wirken, wächst die Vogelwelt
Chance für die Natur, Konfliktpotenzial für den Menschen
Artikelnummer: FA260905
Die Rückkehr des Europäischen Bibers (Castor fiber) zählt zu den auffälligsten Entwicklungen des mitteleuropäischen Naturschutzes der vergangenen Jahrzehnte. Nachdem die Art im 19. Jahrhundert in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets ausgestorben war, breitet sich der Biber heute wieder zunehmend aus - auch in Rheinland-Pfalz. Als semiaquatische Schlüsselart und sogenannter "Ökosystemingenieur" gestaltet der Biber Gewässer- und Auenlandschaften in erheblichem Maße. Durch den Bau von Dämmen und Burgen entstehen kleinräumig strukturierte Lebensräume mit einem Mosaik aus Fließ- und Stillgewässern, Röhrichten und wechselfeuchten Uferzonen. Es ist zu erwarten, dass diese neu geschaffenen Habitatstrukturen gewässergebundenen Arten neue Brut-, Rast- und Nahrungshabitate bieten und die Entwicklung sowie Zusammensetzung der entstehenden Lebensgemeinschaften beeinflussen können. Anhand eines Fallbeispiels berichten wir, wie die Ansiedlung eines Bibers die Vogelfauna eines Gewässersystems veränderte und welche Arten von den neu entstandenen Lebensräumen profitierten.Zurück